Den amtierenden DFB-Pokalsieger 2025 - unseren VfB-Stuttgart - wird man auch zukünftig in einem Stadion bewundern dürfen, der ohne überteuerte PV-Anlage auf dem Stadiondach auskommt. Haus & Grund Stuttgart hatte gemahnt, die Zahlen sprachen von Anfang an dagegen: trotzdem hatte die linksgrüne Mehrheit im Gemeinderat vor zwei Jahren die PV-Anlage auf der MHP-Arena – oder dem Neckarstadion – beschlossen. Nun wurde das Projekt von der Stadtverwaltung abgeblasen, die Ausschreibungsangebote waren wirtschaftlich nicht darstellbar – so berichtet auch die Stuttgarter Zeitung.
verfasst von Marius Livschütz | 10.06.2025
Haus & Grund Stuttgart hatte damals den Beschluss des Gemeinderats deutlich kritisiert. So hieß es in einer Pressemitteilung: „Der mit Stimmen der ökolinken Ratsmehrheit gefasste Beschluss, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des VfB-Stadions trotz ihrer Unwirtschaftlichkeit zu installieren, ist bei Haus & Grund Stuttgart mit Unverständnis aufgenommen worden. Die Vereinsführung wirft den Stadträten von Grünen, SPD, Linksbündnis und Fraktion Plus vor, Steuergelder zu verschwenden, wenn man sich rein ideologisch motiviert über kommunale Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (§ 77 Abs. 2 GemO BW) hinwegsetzt.“
Diese Erkenntnis gilt nicht nur für dieses gescheiterte Projekt. „Symbolpolitik – insbesondere beim Klimaschutz – ist und bleibt der falsche Weg“, so Joachim Rudolf, Vorsitzender von Haus & Grund Stuttgart. Gleiches gilt – das hatte Haus & Grund Stuttgart ebenfalls öffentlich kritisiert, für die kosmetische Verbesserung der Stuttgarter Klimabilanz durch das Aufkaufen von Windparks in Brandenburg und Solarpanels in Rheinland-Pfalz: „Diese Investitionen helfen dem Klima nicht, weil diesem egal ist, wem die Wind- und Solarparks gehören. Auch symbolische und überteuerte PV-Anlagen auf Stadiondächern bringen keinen Vorteil, nicht ökonomisch, nicht ökologisch und auch nicht als Leuchtturmprojekt", so Ulrich Wecker, Geschäftsführer von Haus & Grund Stuttgart. "Mit solchen Maßnahmen verschwendet die Stadt Mittel, die wirkungsvoller beim Ausbau der lokalen Wärmenetze und der Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen für private Immobilieneigentümer eingesetzt werden könnten.
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