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Was beim Wohngeld falsch läuft

Das Wohngeld ist ein sozial treffsicheres Instrument, das Menschen mit geringem Einkommen hilft – im Gegensatz zu Mietpreisregulierungen, die auch Gutverdiener entlasten. Die aktuelle Kostenexplosion beim Wohngeld ist nicht allein Ergebnis steigender Mieten, sondern vor allem Folge der Reform („Wohngeld Plus“) mit höheren Leistungen und erweitertem Kreis der Anspruchsberechtigten.

verfasst von Marius Livschütz | 30.09.2025

Der Sprung bei den Wohngeld-Ausgaben ist in erster Linie politisch verursacht. Durch die Wohngeld-Reform zum 1. Januar 2023 wurden mehr Haushalte anspruchsberechtigt und die Leistungssätze wurden deutlich angehoben. Das erklärt den Kostenanstieg beim Wohngeld – nicht steigende Mieten.

Kritik richtet sich gegen Umsetzung, nicht gegen das Instrument

Wenn aus Politik oder den Medien nun zu hören ist, man wolle das „Wohngeld auf den Prüfstand“ stellen, wird dies schnell als Abkehr vom Instrument selbst verstanden. Tatsächlich geht es jedoch um Fragen der Ausgestaltung: zu komplexe Anträge, unklare Wirkung, fehlende Abstimmung mit anderen Sozialleistungen. An dieser Stelle sind Vereinfachung und zielgenauere Steuerung gefragt.

Wohngeld bleibt besser als Regulierung

Gerade aus Sicht privater Eigentümer und Vermieter ist entscheidend: Das Wohngeld unterstützt gezielt Menschen mit niedrigem Einkommen. Es ist damit sozial treffsicherer und ökonomisch sinnvoller als Mietpreisregulierungen, die querbeet allen Mietern helfen – auch denjenigen, die keine Unterstützung benötigen.

Einschätzung von Haus & Grund

Haus & Grund hält am Wohngeld als richtigem Instrument fest. Entscheidend ist jetzt, die Ausgestaltung zu verbessern: weniger Bürokratie, klare Zielgenauigkeit und eine faire Finanzierung zwischen Bund und Ländern. Eingriffe ins Mietrecht wären der falsche Weg – sie schaden Investitionen und treffen private Vermieter unverhältnismäßig stark.

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