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Pressemitteilung

Erwerb von Wind- und Solarparks hilft weder dem Klima noch der Energiewende in Stuttgart

Die Stadt Stuttgart wird nicht dadurch klimaneutral, indem sie Windräder in Brandenburg und Solarpanels in Rheinland-Pfalz einkauft. Auch wenn die Klimabilanz so kosmetisch verbessert wird, helfen diese Investitionen dem Klima nicht, weil diesem egal ist, wem die Wind- und Solarparks gehören. Sie helfen auch der Stadtbevölkerung nicht, energetisch zu sanieren. Sondern damit verschwendet die Stadt Mittel, die wirkungsvoller beim Ausbau der lokalen Wärmenetze und der Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden könnten.

verfasst von Marius Livschütz | 19.03.2025

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So deckt der Plan der Stadtwerke für den Ausbau von Wärmenetzen aktuell insgesamt nur etwa 26.000 von 312.000 Wohneinheiten in Stuttgart ab. „Statt Solar- und Windparks andernorts zu kaufen, sollte das Kapital besser in die Infrastruktur in Stuttgart selbst investiert werden, um beim Wärmenetzausbau wirklich voranzukommen und Förderungen für den Umstieg auf Wärmepumpe und für den Anschluss ans Wärmenetz auszubauen“, so Joachim Rudolf, Vorsitzender und Ulrich Wecker, Geschäftsführer von Haus & Grund Stuttgart.

Laut einer Befragung des Statistischen Amts Stuttgart wird die große Mehrheit der Wohngebäude noch mit Gas beheizt. Das betrifft 80% der Gebäude, die nicht an ein Wärmenetz angeschlossen sind. Es folgt Öl mit 12%. Erneuerbare spielen abgeschlagen mit 5% und Strom mit 4% noch keine große Rolle. Insgesamt sind nach den Erkenntnissen der Statistiker nur rund 14 Prozent aller vor 2007 errichteten Wohngebäude in Stuttgart umfassend energetisch saniert. Hier gibt es also noch einiges Nachzuholen. 88% der Wohnhäuser gehören Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften. Diese durch Haus & Grund Stuttgart vertretenen Eigentümer sind die wichtigsten Akteure, um Klimaneutralität in Stuttgart voranzutreiben. Die Stuttgarter Statistiker konstatieren, dass die Bereitschaft zur Sanierung da sei, allerdings wesentlich hierzu stabile und attraktive Förderkonditionen seien. Das deckt sich auch mit den Erkenntnissen von Haus & Grund: „Ebenfalls fehlen dafür Planungssicherheit, Preistransparenz und eine wirksame Preiskontrolle bei Wärmenetzen. Drohungen von Seiten der Stadt, den Gashahn 2035 abzudrehen oder unklare und unvollständige Planungen zum Ausbau der Wärmenetze motivieren kaum einen Eigentümer, hier nun entschlossen umzusatteln“, so Wecker abschließend.

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