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Klimaziele: Verantwortung zentralisieren, private Eigentümer einbeziehen!

Es läuft unrund in der Klimapolitik der Stadt Stuttgart: Konflikte, Führungsschwäche, uneinheitliche Kommunikation und weitere Versäumnisse bei der Stadtverwaltung bestätigen, was Haus & Grund Stuttgart seit jeher bemängelt: „Hauptsache überehrgeizige Ziele festlegen, die Bürger verrückt machen, aber selbst nicht wissen, wie man sie erreichen soll“, so Joachim Rudolf, Vorsitzender von Haus & Grund Stuttgart. Die Erkenntnis, dass die meisten Gebäude in Stuttgart privaten Eigentümern gehören, und diese damit auch die Hauptlast energetischer Anpassungen zu Erreichung jeglicher Klimaziele tragen, kann gar nicht oft genug betont werden,“ ergänzt Ulrich Wecker, Geschäftsführer des Eigentümervereins.

verfasst von Marius Livschütz | 15.10.2024

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„Die ungenügende Einbindung der privaten Eigentümer, die immerhin gut zwei Drittel der durch die Wärmewende betroffenen Immobilien stellen, ist unklug. Bezieht man diejenigen, die weitreichende Maßnahmen betreffen nicht in die Planung und Informationspolitik ein, kann es nicht funktionieren“ so Rudolf weiter

Dringend bereinigt gehört der Zuständigkeitswirrwarr bei der Stadt, der seine Ursachen auch in egozentrischem Verhalten eines leitenden städtischen Mitarbeiters im Amt für Umweltschutz hat. „Die Stadt täte gut daran, alles in die Hand eines Klimabeauftragten zu legen und zudem die städtischen Zuschüsse für alles, was mit energetischer Gebäudesanierung zu tun hat, zu bündeln“ betont Wecker.

Zudem fordert Haus & Grund das Energieberatungszentrum eigenständiger und von Verwaltungshandeln unabhängiger und fachlich neutral aufzustellen- auch hier beißt sich die Doppelfunktion von Dr. Görres als EBZ-Vorsitzender und leitender Beamter. Haus & Grund sieht auch Seite 2 von 2 aus anderen Gründen keine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr mit ihm.

Die Eigentümer haben nicht nur an einem Beitrag zu Klimaschutz und Energiesparen ein Interesse, sondern auch daran, dass der Wert der eigenen Immobilien erhalten bleibt. „Deswegen raten wir unseren Mitgliedern auch, in energetische Sanierung zu investieren. Dafür unterhält Haus & Grund auch ein umfassendes Beratungsangebot – um die Eigentümer durch das Dickicht von Regelungen, Auflagen und Fördermöglichkeiten zu navigieren“ betont Wecker.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Haus & Grund Stuttgart mit dem Amt für Umweltschutz am 26. Februar dieses Jahres – zu dem über 1500 Teilnehmer gekommen sind – zeigt das übergroße Interesse der Eigentümer daran, einbezogen und mitgenommen zu werden. „Denn die müssen schließlich am Ende die Investitionen in neue Heizungssysteme tätigen“, so Wecker abschließend.

 

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