„Zielgerichtetes Sparen wäre besser gewesen“, so Haus & Grund Vorsitzender Joachim Rudolf und Geschäftsführer Ulrich Wecker. „Es fehlt eine klare Prioritätensetzung und der Mut, zu Maß und Mitte bei städtischen Ausgaben zurückzukehren. Stattdessen werden die Steuern erhöht, ein bereits geschwächter Wirtschaftsstandort weiter belastet. Stuttgart hat mit grün-linken Mehrheiten und „Wünsch-dir-was-Projekten“ in paradiesischen Zeiten nicht aufs Geld geschaut. Die sind jetzt vorbei. Willkommen in der Realität!“
verfasst von Marius Livschütz | 19.12.2025
Es ist gut und richtig, dass eine nochmalige Mehrbelastung durch eine Erhöhung der Grundsteuer in den Haushaltsberatungen abgewendet werden konnten. Die Stadt muss sich aber ehrlich machen und fragen, warum man nicht mehr mit den Steuereinnahmen, die Jahrelang ausgereicht haben, auskommt. „Das Jammern über den Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen sind Krokodilstränen“, so Rudolf und Wecker. „Die Einnahmen von jetzt noch 700 Mio. Euro entsprechen dem langjährigen Durchschnitt, auch 2018 war es schließlich möglich, eine Stadt zu verwalten. Damals sprach niemand über „Liquidität unter null“ oder der „Pleitestadt Stuttgart.““
„Steuer- und Gebührenerhöhungen sind Gift für Wirtschaft und Bürger. Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung haben den Mut vermissen lassen, wirklich zu sparen. Noch im Herbst dieses Jahres wurden trotz prekärer Haushaltslage rund 70 Mio. Euro für ein Kulissengebäude fürs Staatstheater beschlossen. Nur um im gleichen Atemzug darüber zu beraten, ob denn nun Grund- oder Grunderwerbssteuern erhöht werden sollen. Auch der Stellenaufwuchs der letzten Jahre um 3.000 Stellen rächt sich jetzt. Das sind Ausgaben, die sich nicht ohne weiteres wieder einsparen lassen. Ebenfalls bleiben in vielen Bereichen die Probleme und Unzulänglichkeiten bei den Verwaltungsleistungen trotz dieses Aufwuchses bestehen. Die 20 Millionen Euro, die man nun durch Steuererhöhungen einnehmen will, betragen etwa 200 - 250 Stellen“, rechnet Wecker vor.
Weitere Beiträge
Pressemitteilung
05.10.2026
Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn aber für unrealistisch
Anlässlich des heutigen Welttags des Wohn- und Siedlungswesens (Habitat-Tag) macht Haus & Grund mit einer repräsentativen Umfrage auf die wachsende Kluft zwischen dem Traum vom Eigenheim und seiner Realisierbarkeit aufmerksam: 76 Prozent der jungen Mieter wünschen sich, in einer eigenen Immobilie zu leben. Doch nur 39 Prozent halten es für realistisch, dass dieser Traum je in Erfüllung geht.
Pressemitteilung (Zentralverband)
10.09.2026
Bauministerkonferenz: Länder müssen den Bund zu Reformen drängen
Pressemitteilung (Zentralverband)
01.09.2026
Mieterbund diagnostiziert Wohnungsnot – und verlangt nach der falschen Medizin
Pressemitteilung
27.08.2026
Local first: Ausbau Energieversorgungsnetze durch Verkauf städtischer Windparks finanzieren
Die Berichterstattung über einen mutmaßlichen temporären Ausgabenstopp bei der Stuttgart Netze GmbH bestätigt die Annahme, dass die politischen Rahmenbedingungen der städtischen Energiewende nicht ordentlich zu Ende gedacht wurden. So erfordert der dringend benötigte Netzausbau und die Netzerneuerung durch die Elektrifizierung von Mobilität und Heizung einen gewaltigen Invest vor Ort – also dort, wo Energie auch benötigt und verbraucht wird. Das ist auch und insbesondere für Immobilieneigentümer entscheidend. Haus & Grund Stuttgart schlägt zur Finanzierung den Verkauf der städtischen Windparks vor. Haus & Grund geht von einem Wert im dreistelligen Millionenbereich aus.