Suche
Verlag_Logo_I
Link zur Startseite

Aktuelles

Das Mietrecht soll weiter verschärft werden

Der vorliegende Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Änderung des Mietrechts ist ein weiterer Angriff auf die Funktionsfähigkeit des Mietwohnungsmarktes. "Vermieter werden immer weiter unter Generalverdacht gestellt, kleinteilige Verregelung des Wohnungsmarkts machen es immer schwieriger und immer unwirtschaftlicher, als privater Vermieter auf dem Markt Wohnraum zur Verfügung zu stellen", so Geschäftsführer Ulrich Wecker.

verfasst von Marius Livschütz | 09.02.2026

tenancy_weg_law

Haus & Grund kritisiert, dass die Ausweitung der Schonfrist auf ordentliche Kündigungen keinen Schutz vor Wohnungslosigkeit bringe, sondern Zahlungsunwilligen helfe und Missbrauch zu Lasten privater Vermieter erleichtere. Sollten CDU, CSU und SPD daran festhalten, braucht es aus Sicht von Haus & Grund zumindest deutlich schnellere Verfahren (vollständige Befriedigung binnen drei Monaten), eine klare gesetzliche Definition der vollständigen Befriedigung inklusive Anwalts- und Prozesskosten sowie wirksame Grenzen gegen Wiederholung.

Die geplante starre Deckelung von Indexmieten ignoriert nach Auffassung des Verbandes die Kostenrealität der Vermietung. Indexmieten seien ein in der Praxis bewährtes Instrument zur langfristigen Wertsicherung und Planbarkeit – für Mieter und Vermieter. Problematisch sei jedoch schon heute die Kopplung an den Verbraucherpreisindex, weil dieser vermieterseitige Kostenentwicklungen – etwa im Handwerk und Bau – nur unzureichend abbilde. Dadurch sei der Substanzerhalt gefährdet. Ein pauschaler Deckel verschärfe dieses Problem, weil er Investitionen in Instandsetzung und Modernisierung zusätzlich ausbremse.

Das Justizministerium will zudem beim möblierten Wohnen neue Zuschlagsregeln einziehen. Dabei gilt die Mietpreisbremse bereits auch für möblierten Wohnraum. Ein individueller Zuschlag würde vor allem für vermietende Privatpersonen massiven bürokratischen Aufwand bedeuten.

Hinweis: Es handelt sich hierbei um den Referentenentwurf. Die Ressortabstimmung ist noch nicht beendet. Die Verbände haben bis zum 6. März Zeit, zum Entwurf Stellung zu nehmen.

Weitere Beiträge

Pressemitteilung

05.10.2026

Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn aber für unrealistisch

Anlässlich des heutigen Welttags des Wohn- und Siedlungswesens (Habitat-Tag) macht Haus & Grund mit einer repräsentativen Umfrage auf die wachsende Kluft zwischen dem Traum vom Eigenheim und seiner Realisierbarkeit aufmerksam: 76 Prozent der jungen Mieter wünschen sich, in einer eigenen Immobilie zu leben. Doch nur 39 Prozent halten es für realistisch, dass dieser Traum je in Erfüllung geht.

Pressemitteilung (Zentralverband)

10.09.2026

Bauministerkonferenz: Länder müssen den Bund zu Reformen drängen

Pressemitteilung (Zentralverband)

01.09.2026

Mieterbund diagnostiziert Wohnungsnot – und verlangt nach der falschen Medizin

Pressemitteilung

27.08.2026

Local first: Ausbau Energieversorgungsnetze durch Verkauf städtischer Windparks finanzieren

Die Berichterstattung über einen mutmaßlichen temporären Ausgabenstopp bei der Stuttgart Netze GmbH bestätigt die Annahme, dass die politischen Rahmenbedingungen der städtischen Energiewende nicht ordentlich zu Ende gedacht wurden. So erfordert der dringend benötigte Netzausbau und die Netzerneuerung durch die Elektrifizierung von Mobilität und Heizung einen gewaltigen Invest vor Ort – also dort, wo Energie auch benötigt und verbraucht wird. Das ist auch und insbesondere für Immobilieneigentümer entscheidend. Haus & Grund Stuttgart schlägt zur Finanzierung den Verkauf der städtischen Windparks vor. Haus & Grund geht von einem Wert im dreistelligen Millionenbereich aus.